Eine-Welt-Gruppe besuchte das Gasometer

17. Juli 2022

Erst vor einigen Wochen präsentierten die Mitglieder der Eine-Welt-Gruppe ihre erarbeiteten Vorschläge des Klimaworkshops in einer öffentlichen Veranstaltung mit Anregungen für Jedermann. Und was lag da näher, als gemeinsam die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ im Gasometer Oberhausen zu besichtigen. Das Thema Klimaschutz brennt ihnen auf den Nägeln, denn sie möchten etwas zum Klimaschutz beitragen und Menschen animieren mitzumachen. Diese Ausstellung mit großformatigen Fotos, aufgenommen von weltweit agierender Fotografen ist einmalig und hinterlässt bei jedem Betrachter bleibende Eindrücke.

Schon beim Betreten des dunklen, runden über 100 Meter hohen Gasometers mit seinen bunten Fotos, zieht es jeden Zuschauer in seinen Bann. Magnolien, die ersten Blüten der Erdgeschichte, Tiere in Nahaufnahmen, natürliche Vulkanausbrüche, gigantische Wellen auf den Weltmeeren und Videosequenzen von Wirbelstürmen. Eine Welt so wie wir sie kennen, wie sie sein sollte, wie wir sie uns vorstellen. Aber leider hat der Mensch die Natur ausgenutzt. Wie die Welt heute wirklich aussieht, dass ist in der zweiten Etage zu sehen. Störche die einer Erdölraffinerie nisten, abgemagerte Eisbären, gigantische Ölbohrplattformen, Waschbären die in abgestellten und vergessenen Autowracks leben und gigantische Eisberge die immer wieder abbrechen und den Meeresspiegel unweigerlich erhöhen. Jeder Betrachter ist geschockt, wie wir Menschen die Natur unseres Planeten rücksichtslos ausnutzten. Überall, ganz gleich ob in Europa, Nordamerika, Asien, in der Antarktis oder über den Polarkreis hinaus. Selbst in entferntesten, unbewohnten Gegenden sind die Folgen der Umweltzerstörung zu sehen. Hier taut der Permafrost zentimeterweise auf und zig-millionen Tonnen gespeichertes Kohlendioxid und Methan werden freigesetzt. Der Philosoph Heraklit (550-480 v.Chr.) hatte gesagt: „Sofern wir in die Natur eingreifen, haben wir strengstens auf die Wiederherstellung zu achten.“

Für den Betrachter ist die 20 Meter große Erdkugel im 100 Meter hohen Gasometer eine bunte gigantische Kugel. Zwölf Projektoren zeigen den Besuchern, die auf einer Art Tribüne sitzend oder liegend die sich drehende Erde betrachten. Mit dieser Präsentation wird dem Publikum erst bewusst wie viele tausend Flugzeuge gleichzeitig um den Globus fliegen. Knotenpunkte sind Europa, Nordamerika und Asien. Afrika bleibt dabei ein dunkler Fleck. Genauso ist es mit den Schifffahrtslinien. Unzählige Schiffe, ganz gleich ob Frachter oder Kreuzfahrtschiffe, jeder Punkt der Erde wird mit Schiffen angefahren. Am Panamakanal, Suezkanal wir es dabei sehr eng. Aber die Schiffsbewegungen im ostchinesischen Meer sind um einiges höher. Daran ist zu erkennen, wie die Welt von den in China gefertigten Produkten abhängig ist.

Nachdenklich von den fotografischen Eindrücken verließen die Belecker die Ausstellung und sind sich sehr sich, dass die Menschen auf unserem zerbrechlichen Planeten so nicht weiter leben können. Alle waren der Meinung, dass viele Menschen sensibler werden müssen. Sie wünschen sich, dass sich viele Menschen diese ergreifende und bestens präsentierte Foto-Ausstellung ansehen müssten. Nach diesen Eindrücken ließen die Mitglieder der Eine-Welt-Gruppe bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen die diesjährige Bildungsfahrt ausklingen im nahe gelegenen Kletterpark ausklingen.

Michael Sprenger