Im Anschluss an den Gottesdienst am vorletzten Sonntag wurde das Kirchcafé in Suttrop erneut zu einem lebendigen Treffpunkt für die Gemeinde. Bei Kaffee, Tee und kleinen Stärkungen kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zusammen, um den Sonntag in geselliger Atmosphäre ausklingen zu lassen. Neben dem persönlichen Austausch stand dabei auch ein besonderer inhaltlicher Impuls im Mittelpunk. Petra Hucht stellte eine neue Mitmach-Aktion vor, die bereits im Vorfeld auf großes Interesse gestoßen war.
Zu Beginn stellte Petra Hucht das Projekt „Bevor ich sterbe, möchte ich…“ ein. Die Idee dahinter geht auf die Künstlerin Candy Chang zurück, die nach einem persönlichen Verlust eine öffentliche Wand gestaltete, auf der Menschen ihre Wünsche und Ziele festhalten konnten. Diese Form der Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit und den wichtigen Fragen des Lebens fand weltweit große Resonanz, inzwischen existieren tausende solcher Wände in mehr als 78 Ländern und 35 Sprachen.
Auch im Pastoralen Raum Warstein möchte man diesen Gedanken aufgreifen. Die Gemeinde hat dazu eine eigene „Wand der Wünsche“ im hinteren Bereich der Kirche eingerichtet. Anders als im öffentlichen Raum bietet sie einen geschützten Rahmen, in dem Besucher ihre Gedanken auf vorbereiteten Plakatstreifen, sogenannten „Bausteinen“, festhalten können. Bereits im Vorfeld, bei einem Probenwochenende des Chors Mixed Voices, haben erste Teilnehmer ihre Wünsche formuliert und damit den Grundstein für das Projekt gelegt.
In ihrem Vortrag betonte Petra Hucht, dass die Aktion weniger den Tod selbst in den Mittelpunkt stelle, sondern vielmehr das Leben davor. Die Frage „Was möchte ich noch erleben?“ rege dazu an, Prioritäten zu überdenken, Träume zuzulassen und bewusster zu leben. Die bisherigen Beiträge zeigten bereits die ganze Bandbreite menschlicher Wünsche, von tief bewegenden Gedanken bis hin zu humorvollen Einträgen.
Das Kirchcafé bot im Anschluss den passenden Rahmen, um über diese Impulse ins Gespräch zu kommen. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen, eigene Ideen zu entwickeln oder direkt einen „Baustein“ auszufüllen. Wer mehr Zeit zum Nachdenken benötigt, kann die vorbereiteten Streifen auch mit nach Hause nehmen und später zurückbringen.
Die Resonanz auf die Aktion ist durchweg positiv. Die Initiatoren des Teams „Plan B“ hoffen nun, dass sich die Wand nach und nach weiter füllt, vielleicht sogar auf beiden Seiten. Sie soll zu einem sichtbaren Zeichen für die Vielfalt der Wünsche und Hoffnungen innerhalb der Gesellschaft werden.
Marina Luse
Mach mit und sei ein „Baustein“ unserer bunten Wand voller Wünsche und Gedanken!
Im Gegensatz zu der schwarzen Wand der Künstlerin Candy Chang auf öffentlichen Platzen, bieten wir Dir hier in der Pfarrkirche St. Johannes Enthauptung in Suttrop einen geschützten Raum und eine bunte Vielfalt von „Bausteinen“ in Form eines vorgefertigten Plakatstreifens zum Ausfüllen an.
Wenn Du magst, kannst Du Deine Wünsche in der Kirche aufschreiben und in einen bereitgestellten Korb legen, so werden sie zu einem Teil unserer farbenfrohen Wand.
Du hilfst dabei, sichtbar zu machen, wie bunt und vielfältig unsere Wünsche sind, ob klein oder groß, gut umsetzbar oder fast nicht zu erreichen.
Es ist wichtig, Träume und Wünsche zu haben, sie geben uns Hoffnung und Zuversicht.
Wenn Du mehr Zeit zum Überlegen benötigst oder Du Dir in Ruhe zu Hause Deine Gedanken machen möchtest, auch das ist kein Problem!
Nimm Dir gerne einen bunten „Baustein“ mit und bringe ihn später wieder mit in die Kirche.
Du kannst ihn auch unten im Turmbereich von dienstags bis sonntags einschließlich zu den geöffneten Zeiten ablegen oder zum Gottesdienst mitbringen und auf den Tisch bei der Wand legen.
Wir kümmern uns darum, dass Deine Gedanken und Wünsche schnell ihren Platz an unserer bunten Wand finden.
Viel Freude und gute Gedanken wünschen wir Dir