26.09.2026

Aufwertung für Wege-Kreuz in Allagen

Jahrzehntelang dümpelte das einst schmucke Wege-Kreuz an der Abzweigung des Stukenwegs von der Dorfstraße nahezu unbeachtet und aufgrund mehrfachen Besitzerwechsels des Grundstücks und des Hauses total vernachlässigt vor sich hin und wurde folglich von den Bewohnern Allagens kaum noch beachtet.

Als Jürgen Ludwig aus Lippstadt das Anwesen erwarb, fiel ihm das unansehnliche Gebilde am Rande seines Grundstücks sofort ins Auge – spontan kam der Wusch in ihm auf, für Abhilfe zu sorgen und das alte Wege-Kreuz nach Möglichkeit wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Ähnlich Gefühle hegte schon lange der Allagener „Poalbürger“ Wolfgang Rusche, ein Enkel der ursprünglichen Besitzer des besagten Grundstücks, der unmittelbar nach dem Eigentümerwechsel Kontakt mit J. Ludwig aufnahm und gemeinsam mit ihm den Corpus des Wege-Kreuzes suchte. Beide entdeckten ihn schließlich unter allerlei Gerümpel.  Er wies einen desolaten Zustand auf, völlig zerstört und teilweise verfault.

Hier konnte nur ein ausgewiesener Holz-Fachmann für Abhilfe sorgen. Schreinermeister Karl Ahring hatte sich in der Vergangenheit aufgrund von Sanierungsarbeiten an anderen Wege-Kreuzen schon einen Namen erworben, sodass das Gespann Rusche/Ludwig   spontan Kontakt zu ihn aufnahm und ihn für die Restaurierungsarbeit gewinnen konnte.

Jetzt liegt der Corpus – von K. Ahring top saniert – vor.

Am Montag, 14. September, lud die Kirchengemeinde Allagen/Niederbergheim zu einer Hl. Messe in die Kirche St. Joh. Baptist Allagen ein. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde der restaurierte Korpus von Pastor Frank Niemeier geweiht. Anschließend wird er wieder an seinem angestammten Platz angebracht, am Wegekreuz Abzweigung Stuken von der Dorfstraße, und dürfte dann wieder für alle Bürger-/innen ein wahrer Eye-Catcher sein.


Erklärtes Ziel für Allagens Pastor Frank Niemeier war, die geplante Weihe des sanierten Wege-Kreuzes an der Abzweigung des Stukenwegs von der Dorfstraße nicht so nebenbei abzuwickeln, sondern sie in einem angemessenen Rahmen durchzuführen.

Und den fand er am Montag, 14.09., an dem die Kirchengemeinde Allagen/Nbgh. das Fest der Kreuzerhöhung mit einer Hl. Messe feierte, die an die Weihe der von Kaiser Konstantin beauftragten Kirchenanlage in Jerusalem, auch Grabeskirche genannt, als Ort von Kreuzigung und Grablegung Christi erinnert.

Gemeinsam mit seinem Freund und Diakon Peter Trotier aus Lethmater Zeiten zelebrierte Pastor Niemeier die vom Allagener Blasorchester einfühlsam begleitete Messe und ging dabei ausführlich auf die Bedeutung des Kreuzes für alle Gläubigen ein. Anschaulich nannte er zahlreiche Beispiele aus der Umgangssprache – z.B. ich habe Kreuz, zu Kreuze kriechen, .. – und zeigte damit nachdrücklich die Bedeutung des Begriffs für die Umgangssprache.

Nach der Hl. Messe ging es per pedes zum Standort des sanierten Wegekreuzes, wo Pastor Niemeier an den Ablauf der Sanierung,  an das Engagement Wolfgang Rusches, Jürgen Ludwigs, Sabine Wandreys und Karl Ahrings erinnerte, allen Besuchern, besonders natürlich dem Blasorchester Allagen für ihr Kommen bzw. ihre aktive Teilnahme an Gottesdienst und Kreuzweihe dankte und dann die Weihe der Anlage durchführte:

„Ich danke allen, die sich eingebracht haben und hoffe natürlich, dass sich Nachahmer finden, die ähnlich vergessene Anlagen wieder auf Vordermann bringen. Dieses Wegekeuz dürfte schnell ein Blickfang für Passanten werden und vielleicht bald auch wieder als Station einer Prozession dienen. Schön wäre sicher, sich künftig als Passant wieder an den Brauch zu erinnern, beim Vorbeigehen an einem Wegekreuz kurz innezuhalten und Christus einen Gruß zu schenken!“

Eine erfreulich große Zahl von Zuschauern traf sich dann mit Pastor Niemeier und weiteren Kirchenfunktionären im Pfarrheim, fand dort lobende Worte für die drei Protagonisten und dachte zumindest schon mal über neue Projekte nach.