10.10.2026

Österreich ist Klösterreich

56 Pilgerinnen und Pilger aus dem Pastoralen Raum unterwegs

Feierliches Glockengeläut vom Kirchturm empfing am vergangenen Donnerstag die 56 Pilgerinnen und Pilger, die mehr als eine Woche auf den Spuren des christlichen Glaubens und der Kunst in Österreich gewesen waren und glücklich wieder zu Hause ankamen. „Österreich ist Klösterreich“ hatte es im Vorfeld geheißen und unter diesem Thema, war man in der Woche zuvor in aller Frühe in Warstein aufgebrochen, um am ersten Tag die oberösterreichische Stadt Linz zu erreichen. Sie bot nach einer kurzen Stadtbesichtigung am späten Nachmittag den Ausgangspunkt für das Erleben von Kunst, geistlichen Impulsen, Pilgern und fröhlicher Gemeinschaft. Schon am nächsten Tag wartete Österreichs zweitgrößter Wallfahrtsort Maria Taferl, idyllisch oberhalb der Donau am Eingang der Wachau gelegen, mit seinem Heiligtum auf die Warsteiner Pilgerinnen und Pilger. Der Eröffnungsgottesdienst, die geistliche Begleitung hatte Pastor Frank Dietmar Niemeier übernommen, vereinte alle in Gebet und Gesang, ehe es am Nachmittag zum nahegelegenen Benediktinerstift Melk ging, das allein wegen seiner Lage hoch über der Donau und seinen unermesslichen Kunstschätzen beeindruckt. Nur kurze Zeit verbrachte man anschließend im Reisebus und erreichte noch am Abend bei herrlichem Wetter die österreichische Hauptstadt Wien mit seinem Flair, seiner Kunst und seiner Vielfalt. Die ausführliche Besichtigung des Stephansdoms mit seinen Katakomben, der jahrhundertealten Kathedrale des Erzbistums Wien, war der Auftakt zur Besichtigung des Wiener Stadtzentrums, bei der die Wiener Hofburg als Sitz der deutschen und österreichischen Kaiser mit dem angeschlossenen Sisi-Museum und eine nachmittägliche Stadtrundfahrt durch die einzelnen Bezirke nicht fehlen durfte. Auch das moderne Wien mit seiner UNO-City und dem Hundertwasser-Haus setzten Akzente. Nach einem weiteren geführten Stadtspaziergang am Sonntagmorgen freute es alle Warsteinerinnen und Warsteiner, dass sie in der Mittagsmesse im St. Stephans-Dom, in der Pastor Frank Dietmar Niemeier konzelebrierte, eigens begrüßt wurden. Alle waren sich einig, dass es ein besonderes Erleben war, die österreichische Kathedrale in der Liturgie der hl. Messe zu erleben.

Schon am Montag brach man morgens auf, um am Mittag in Österreichs größtem Wallfahrtsort Mariazell in der Steiermark zu sein, dort auf Pilgerspuren zu wandeln und am Gnadenaltar die hl. Eucharistie zu feiern, bei der Ortsvorsteher Dietmar Lange gar die Orgel spielen durfte. Nach Kaffee und Kuchen stand mit dem Benediktinerstift Admont ein weiteres bedeutendes, seit 1074 bestehendes Kloster auf dem Programm. Die dortige Stiftsbibliothek, die größte Klosterbibliothek der Welt, wird gern als „achtes Weltwunder“ bezeichnet. Abseits kunstgeschichtlicher Genüsse – aber trotzdem unterwegs – verbrachte man den Dienstag mit einer Hüttenwanderung durch die Dr. Vogelgesang-Klamm zur Bosruckhütte auf 1100 m in Spital am Pyrrhn, zu der selbstverständlich auch die kulinarischen Genüsse einer Berghütte gehörten.

Am Mittwoch hieß es wieder langsam sich auf den Rückweg zu machen. Zunächst besuchte man das bedeutende Benediktinerstift Kremsmünster mit seinem vielbeachteten romanischen Tassilo-Kelch, seiner Bibliothek und seiner Wunderkammer, ehe man am frühen Nachmittag das herrliche Salzburg erreichte. Erkundete man am Nachmittag die Stadt, vereinte der Abschlussgottesdienst in der barocken, oberhalb von Salzburg gelegenen Basilika Maria Plain alle Pilgerinnen und Pilger, die anschließend im benachbarten Traditionsgasthof Maria Plain der Familie Moshammer, ihren Anschlussabend bei herrlichem österreichischem Essen und Trinken und lustigen Gesangsbeiträgen verbrachten. Am Donnerstag ging es wieder zurück nach Warstein.

„Es waren nicht nur die herrlichen Bauten und Kunstwerke, die uns in Österreich begegneten“, sind sich Reiseleiter und Ortsvorsteher Dietmar Lange sowie Pastor Frank Dietmar Niemeier einig. „Eine herrliche Gemeinschaft, viele Freude und Fröhlichkeit und ein tiefes Erleben der Schönheit des christlichen Glaubens in Begegnung, Spiritualität und Kunst“ zeichneten die Woche in Österreich aus. Und es sei eine schöne Pilger-Tradition, die mittlerweile seit 17 Jahren die Pfarrei St. Pankratius mit ihren mitreisenden Gläubigen, von denen einige auch aus den anderen Pfarrgemeinden des Pastoralen Raumes stammten, zu Gebet und Gemeinschaft vereint. Auch im kommenden Jahr solle dies unbedingt weitergeführt werden.

Dietmar Lange