Rundgang zu Gütesiegeln und Nachhaltigkeit

13. September 2021

Angesichts einer drohenden Gewitterfront entschied sich die kleine Gruppe der Interessierten für ein Verweilen unter dem Vordach der Stadtbücherei in Stüttings Mühle. Nachhaltiges Einkaufen beginnt mit der Auswahl des Verkehrsmittels auf dem Weg zum Geschäft, also Fahrrad statt SUV. Der neue Radweg im Westertal lädt dazu ein.

Aber dann kommt die Frage nach den Gütesiegeln auf den Waren des täglichen Bedarfs: Wie aussagekräftig sind sie eigentlich für die sozialen und ökologischen Kriterien in der Lieferkette vom Rohstoff über die Verarbeitung bis zum Handel? Auf der Grundlage des Label-Checks der Christlichen Initiative Romero (CIR) konnten die Teilnehmerinnen sich einen Überblick verschaffen. Nur wenige Label sind wirklich gut bewertet, die meisten mittelmäßig oder mangelhaft. Konzerne wollen damit oft einen guten Eindruck bei der Kundschaft machen, genannt „Greenwashing“.

So schneidet das EU-Bio-Label im Bereich Ökologie nur mittelmäßig bis unzureichend ab, vor allem im Vergleich mit Bioland, Demeter oder Naturland. Vertrauenswürdig im Bereich Soziales sind vor allem das GEPA- oder Fairtrade-Gütesiegel und für Kleidung das FWF-Siegel oder Hess-Natur-Label.

Zum Schluss gab es noch ein Merkblatt mit Tipps für nachhaltiges regionales Einkaufen, Wertschätzung von Lebensmitteln, sowie lange Nutzungsdauer von Kleidung und anderen Waren. Die Übersicht über das Label-Labyrinth gibt es kostenlos im Weltladen in der Wilkestraße 11, täglich geöffnet von 17-18 Uhr.

Theo Sprenger